Schritt 5:

Lerne „Nein“ sagen

Neinsagen können gehört mit zu den wichtigsten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann. Klingt ziemlich unhöflich. Aber jedes „Nein“ zu einer Sache, ist ein deutliches „Ja“ zu einer anderen. Also lerne, wie dir Neinsagen leichter fallen wird.

Wie werde ich selbstbewusst und stark? - Schritt 5: Lerne neinsagen

„Nein“ sagen können

Kennst du das? Jemand bittet dich um einen Gefallen – und du sagst… „Ja“. Obwohl du hinterher denkst: „Eigentlich hab ich gar keinen Bock darauf!“. Ganz egal, ob dir das im Job, bei Freunden oder in der Familie passiert.

Diese Verpflichtungen werden dir nur Stress bringen. Denn eines darfst du nicht vergessen: Auch deine Zeit ist endlich. Du wirst es ohnehin nie allen recht machen können. Also versuch es doch erst gar nicht.

Jeder möchte gemocht und akzeptiert werden. Aber viele von uns verbringen viel zu viel Zeit und Energie damit, sich Gedanken darüber zu machen, was andere Leute denken.

Sobald du verstanden hast, dass deine Zeit begrenzt ist, kannst du darüber nachdenken, wie du diese sinnvoll einteilst. Und mit sinnvoll meine ich die Dinge zu tun, die DIR wichtig sind. Dazu gehört z. B. Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, deine Ziele voranzubringen oder einfach mehr Zeit für dich selbst zu haben.

Um dahin zu gelangen, musst du ein ganz wichtiges Wort lernen. Dieses Wort heißt: NEIN.

Was sind die Vorteile des Neinsagens?

#1 Neinsagen baut Stress ab

Ist dein Tag ohnehin schon randvoll mit Themen wie Job, Haushalt, Freunde, Kinder, Hobbies? Und du weißt gar nicht, wie du die vielen Bälle in der Luft halten sollst? Und dann kommt noch eine Bitte hinzu, der du zugestimmt hast, obwohl du weder Zeit noch Lust darauf hast? Damit bist du zwar in bester Gesellschaft aber ein klares Nein hilft, dir den unnötigen Stress vom Hals zu schaffen.

#2 Neinsagen spart Zeit

Auch dein Tag hat nur 24 Stunden. Stell dir vor, du könntest über diese 24 Stunden frei verfügen. Was würdest du alles Tolles tun wollen? Ich nehme an, dass ein gewisser Teil deiner Zeit ohnehin schon von anderen verplant ist. Möchtest du dir von anderen diktieren lassen, was du darüber hinaus noch tun sollst? Wenn andere dich zu schätzen wissen, werden sie verstehen, dass du nicht immer und sofort helfen kannst. Mache ihnen klar, dass du auch Verpflichtungen und Prioritäten hast.

#3 Neinsagen macht dich stärker

Immer wenn du zu einer Sache, die dich nicht 100% überzeugt, „Nein“ sagst, sagst du immer „Ja“ zu dir selbst. Du weißt wer du bist und handelst auch danach. Das nennt man authentisch sein. Ganz oft wirst du dir dadurch auch Respekt verschaffen. Denn wahre Freunde und Familie werden deine Entscheidung immer verstehen.

#4 Neinsagen verschafft dir mehr Energie

Projekte, für die du keine Zeit und kein Interesse hast, sind unglaubliche Energiefresser. Allein was du dir für schlechte Stimmung machst, wenn du an die Verpflichtung denkst. Steck diese Energie besser in Dinge, die deinem Ziel entsprechen.

Wer lernt, „Nein“ zu sagen, setzt sich und anderen Grenzen. Diese Fähigkeit ist wahrscheinlich eine der wichtigsten, die es gibt.

Wie werde ich selbstbewusst und stark? - Schritt 5: Warum Neinsagen so wichtig ist

Doch warum fällt Neinsagen so schwer?

Alle, die Kinder haben, wissen, dass „Nein“ eines der ersten und wichtigsten Wörter ihrer Sprösslinge waren, als sie klein waren. Warum verlernen wir das eigentlich, wenn wir es doch mal so gut konnten?

Hinterfrage dazu am besten ein paar Muster, die dazu führen können, dass du dich nicht abgrenzen kannst:

#1 Möchtest du von anderen gebraucht werden?

Es ist nichts falsch daran, freundlich gegenüber anderen zu sein. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen Freundlichkeit und sich ausnutzen lassen. Wenn du deinen Selbstwert darüber definierst, dass andere dich brauchen, dann wird dir das auf Dauer sehr schaden. Deinen Selbstwert kannst du am besten heben, wenn du etwas Gutes tust, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dieses „Gutes tun“ kannst du aber auch selbst initiieren. Da musst du nicht warten, bis andere dich um Hilfe bitten.

#2 Hast du Angst vor Konflikten?

Niemand möchte sich gerne einer Konfrontation aussetzen. Vor allem nicht mit Menschen, die einem nahe stehen und die ihnen wichtig sind. Jedoch tun wir uns schwer damit, diesen Menschen gegenüber einen Gefallen abzuschlagen, um sie nicht zu verletzen oder zu enttäuschen. Letztendlich geht es immer um Kommunikation. Du sollst den Menschen, die deine Hilfe benötigen, ja nicht immer ein „Nein“ hinblaffen. Sondern abwägen, ob das „Ja“ zur Hilfe von Herzen kommt, oder ob mittlerweile ein echtes Ungleichgewicht entstanden ist. Dann wäre es ohnehin an der Zeit, darüber zu sprechen, bevor sich ungute Gefühle in die Beziehung einschleichen. Wie gesagt werden wahre Freunde und Familie immer Verständnis für deine Situation aufbringen können.

#3 Hast du Angst vor negativen Konsequenzen?

Manchmal haben wir Angst, uns Chancen für die Zukunft zu verbauen. Ein Nein im Job könnte dazu führen, dass der Chef bei der nächsten Gehaltserhöhung oder Beförderung auch gerne mal „Nein“ sagt. Oder die Angst, einen Kunden zu vergraulen, ist so groß, dass du die Arbeiten dann doch machst. Obwohl du ein schlechtes Gefühl dabei hast. Lass dir sagen, dass man dir das schlechte Gefühl anmerken wird! Und stell dir vor, dass du nur das tust, was du auch mit vollem Herzen bejahst. Mit welcher Energie du das tun würdest.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade Abgrenzung im Job hilft, die Themen mit dem nötigen Fokus anzugehen, die wirklich wichtig sind. Wenn du Kapazitäten für 5 Projekte hast, aber nicht „Nein“ sagen kannst und dir immer mehr aufhalst, dann werden dir irgendwann alle Projekte um die Ohren fliegen. Rechtzeitiges Neinsagen verhindert also eher negative Konsequenzen.

Wie wird dir Neinsagen leichter fallen?

Je mehr Selbstvertrauen du hast, desto leichter wird es dir fallen, „Nein“ zu sagen.

Ein paar Tipps für mehr Selbstvertrauen:

#1 Stell dich deinen Ängsten

Es ist nie einfach, seine Ängste zu überwinden. Wenn du das aber ab und zu machst, gibt es kaum ein besseres Gefühl! Am besten machst du einen Babyschritt nach dem anderen. Denn jedes Mal, wenn du deine Angst überwunden hast, steigt dein Selbstvertrauen.

#2 Aktiviere deine Vorstellungskraft

Es hilft enorm, wenn du dir den Umgang mit schwierigen Situationen und deren Ausgang positiv visualisierst. Stell dir also vor, du hast eine wichtige Präsentation. Du bist gut vorbereitet und betrittst den Raum. Du begrüßt alle Anwesenden, die dir freundlich zulächeln. Du selbst lächelst beim Präsentieren und genießt es, im Mittelpunkt zu stehen – mit deinem Thema.

Die Kraft der Visualisierung ist sehr mächtig. Das kannst du mit allen schwierigen Situationen machen, damit du bereits ein gutes Gefühl entwickelst, bevor du es dann tatsächlich umsetzt.

#3 Kleide dich selbstbewusst

Selbstvertrauen beginnt auch immer mit dem Bild, das wir von uns im Kopf haben. Und das wird stark durch das Erscheinungsbild geprägt. Wenn du Kleidung trägst, in der du dich wohlfühlst und die dir steht, wirst du das auch ausstrahlen. Du wirst professioneller und selbstbewusster auftreten.

Leider ist es so, dass dein Gegenüber dich eher abwerten wird, wenn du nachlässig oder unpassend gekleidet bist. Was natürlich nicht fair ist, aber so sind Menschen. Kleidung beeinflusst also sehr stark, wie andere mit dir interagieren.

Mach dir Gelungenes bewusst

Erfolgreiche Menschen sind deshalb erfolgreich, weil sie ihre Prioritäten kennen und danach handeln. Sie sagen also zu allem „Nein“, was keine Priorität ist und daher keine Bedeutung hat.

Es kann für manche sehr unangenehm sein, wenn sie über ihre Erfolge sprechen sollen. Irgendwie sind die meisten nichts so sozialisiert worden, dass sie sich mit guten Ergebnissen brüsten.

Trotzdem hilft es, wenn du dir darüber im Klaren bist, was du schon alles erreicht, gelernt oder erledigt hast.

Wenn du deinen Fokus auf die Dinge ausrichtest, die du noch erledigen musst, wirst du jeden Tag den immer größer werdenden Berg an Projekten sehen, die noch darauf warten, in die Tat umgesetzt zu werden. Dabei siehst du den Himalaya an Projekten nicht mehr, der bereits hinter dir liegt. Denn den hast du bereits bestiegen! Und zwar erfolgreich. Ganz ohne Beatmungsgerät.

Mach es dir bewusst und feiere dich dafür. 

Wie werde ich selbstbewusst und stark? - Schritt 4: Erwartungsdruck abbauen

Schritt 4: Erwartungsdruck abbauen

Erwartungen sind die Wurzel allen Übels. Ständig setzen wir uns selbst unter Druck. Dabei können wir viel tun, um den Druck rauszunehmen und uns so anzunehmen, wie wir sind. Dazu gehört auch, dass wir uns und allen anderen jeden Tag verzeihen.

Wie werde ich selbstbewusst und stark? - Schritt 6: Proaktiv sein

Schritt 6: Proaktiv sein

Wer proaktiv ist, übernimmt Verantwortung für sein Leben. Proaktiv zu sein ist nicht schwer. Es gibt einige einfache Regeln, die du in dein Leben integrieren kannst, um deine Energie zu steigern. Halte diese Vereinbarungen aber auch unbedingt ein.

Was erwartet dich?

Selbstbewusst wollen wir alle sein! Wer selbstbewusst ist, ist mutig. Lebt authentisch. Ist glücklich. Trotzdem fällt es nicht immer leicht, sich auch so zu zeigen.

Und doch gibt es ganz konkrete Dinge, die du tun kannst, um dein schönstes Leben zu leben. Schließlich geht es darum, sich „seiner selbst bewusst“ zu sein. Wenn du es also wörtlich nimmst, sind die ersten Handlungsanweisungen schon im Wort zu finden.

Erkenne dich selbst! Akzeptiere, wer du bist und tue, was zu tun ist.

Wie du konkret vorgehst, findest du hier!

Schritt 1: Entwicklungspotenziale erkennen

Selbstbewusst und stark werden - Entwicklungspotenziale erkennen mit dem Rad des Lebens

Schritt 2: Stärken und Talente herausfinden

Selbstbewusst und stark werden - Finde deine Stärken und Talente

Schritt 3: Werte verwirklichen

Selbstbewusst und stark werden - Finde und verwirkliche deine Werte

Schritt 4: Erwartungsdruck abbauen

Selbstbewusst und stark werden - Baue Erwartungsdruck ab

Schritt 5: „Nein“ sagen lernen

Selbstbewusst und stark werden - Lerne Nein sagen

Schritt 6: Proaktiv sein

Selbstbewusst und stark werden - sei proaktiv und schaffe dir Regeln

Schritt 7: Neue Gewohnheiten etablieren

Selbstbewusst und stark werden - Etabliere gute Gewohnheiten und sei proaktiv

Schritt 8: Entscheidungen treffen

Selbstbewusst und stark werden - Triff die richtigen Entscheidungen

Schritt 9: Ziele haben

Selbstbewusst und stark werden - Habe Ziele und eine Vision von deinem Leben

Schritt 10: Vereinbarungen halten

Selbstbewusst und stark werden - Halte Vereinbarungen mit dir selbst ein

Schritt 11: Unerledigtes erledigen

Selbstbewusst und stark werden - Erledige die unerledigten Dinge

Schritt 12: Ängste überwinden

Selbstbewusst und stark werden - Überwinde deine Ängste

Schritt 13: Balance finden

Selbstbewusst und stark werden - Finde deine innere Balance
Adresse
HIA – Having it all UG
Augartenstraße 38
68165 Mannheim
Kontakt
Telefon: +49 (0) 621 43 68 0512
E-Mail: info@auftanke.de