Glaubst du an dich selbst?

Der Glaube an sich selbst führt laut Forschung zu mehr Erfolg, einer besseren Gesundheit und stabileren und harmonischeren Beziehungen.

Wie du deine Denkweise änderst und einen neuen Lebensabschnitt beginnst, der voller Möglichkeiten ist.

Wie du anfängst, an dich selbst zu glauben

Was bedeutet es eigentlich, an sich selbst zu glauben?

An sich selbst zu glauben ist etwas anderes als Selbstvertrauen. Während Selbstvertrauen eine Fähigkeit ist, die du durch Kommunikationsfähigkeiten erlernen und stärken kannst, geht der Glaube an sich selbst viel tiefer.

Vertrauen ist immer ein äußerer Ausdruck eines inneren Zustands. Also wie steht es um deinen inneren Zustand? Wenn du an dich selbst glaubst, verändert das die Art und Weise, wie du mit anderen interagierst. Und du hast ganz andere Erwartungen an das Leben.

Indem du deine Sicht auf dich selbst veränderst, wirst du im Außen wesentlich erfüllter: Alles fühlt sich leichter an, du wirst erfolgreicher, deine Beziehungen verbessern sich. Es beginnt alles mit dir.

Also nutze die Kraft des Glaubens an dich selbst!

Was ist ein gutes Selbstwertgefühl?

Die Führung übernehmen

Wir alle haben Fähigkeiten, Stärken und Charakterzüge, die andere Menschen lieben. Auch du! Aber vielleicht sind diese in letzter Zeit etwas in den Hintergrund geraten und du musst sie dir erst wieder bewusst machen?

Dann ist es jetzt an der Zeit, die Zügel in die Hand zu nehmen.

Auch wenn du dich vielleicht sicherer fühlst, immer nur am Spielfeldrand zu stehen und zu beobachten anstatt mitzumischen. Vielleicht war das die Rolle, in die du von deiner Familie gedrängt wurdest. Und das fühlt sich dann für dich vertraut und sicher an.

Was auch immer der Grund ist, warum du gerade den Glauben an dich selbst verloren hast. Du kannst ihn jederzeit wiederfinden und ausbauen. Alte Muster aus der Kindheit können mit neuen Erfahrungen überschrieben werden.

Was sind also deine Stärken? Was konntest du als Kind besonders gut? Wofür wurdest du schonmal gelobt? Was sagen andere über dich? Egal, ob große oder kleine Dinge, notiere dir alles, was dir in den Sinn kommt und ergänze regelmäßig. Wenn du erstmal die Aufmerksamkeit auf deine positiven Eigenschaften lenkst, kommen automatisch immer mehr ins Bewusstsein.

So findest du deine Stärken und Talente heraus

Es mag sich vielleicht unangenehm anfühlen, wenn du anfängst, dich auf deine Stärken und Talente zu fokussieren. Vor allem, wenn du es nicht gewohnt bist. Vielleicht wurden dir als Kind Glaubenssätze eingeschärft wie „Bescheidenheit ist eine Tugend“ oder „Sei nicht so egoistisch und nimm Rücksicht auf die anderen“. 

 

An sich selbst glauben: Don’t wait for your feelings to change to take the action. Take the action and your feelings will change.

 

Wenn du nun deine Rollenidentität überdenkst und neu ausrichtest, ist es zunächst üblich, dass andere Menschen überrascht sind.

Wenn du bislang in der Familie diejenige warst, die sich um alles kümmert und immer danach schaut, dass es allen gut geht, wird es natürlich eine Umstellung sein, wenn du die Orga auch mal anderen überlässt.

Wenn du im Job immer diejenige bist, die einspringt, wenn Not am Mann ist, werden sich die anderen erstmal wundern, warum du jetzt nicht als Erste aufspringst, um Lücken zu schließen.

Erwartungen von außen haben in der Vergangenheit deine Rollenidentität geprägt. Daher nimm dir Zeit, um diesen Wechsel bewusst einzuleiten. Gerne auch mit Unterstützung eines Coaches.

Praxistipps: So überwindest du deine Ängste

Wechsel von einem starren Mindset zu einem Wachstums-Mindset

Du liest nun diesen Artikel, hast eventuell auch schon Bücher über Persönlichkeitsentwicklung gelesen oder das ein oder andere Video geschaut. Trotzdem stellst du dir die Frage, wie dir der Wechsel von deiner alten Rolle in die neue Rolle gelingen kann?

Tatsächlich hängt vieles von deinem Mindset ab. Ein Mindset beschreibt deine Denkweisen, Überzeugungen und Verhaltensmuster. Auch wenn dein Mindset im Kindesalter geprägt wird, kannst du es jederzeit verändern.

Ein Wachstums-Mindset verändert alles.

Ein Wachstums-Mindset hast du, wenn du weißt, dass Intelligenz und Erfolg nicht von Geburt an festgelegt werden – sondern du selbst einen entscheidenden Einfluss darauf haben kannst.

Menschen mit einem Wachstums-Mindset sehen Scheitern als vorübergehenden Zustand, der zum Leben dazu gehört und ihnen hilft, zu wachsen. Herausforderungen sind dafür zu, überwunden zu werden.

Schüler mit einem Wachstums-Mindset schneiden in allen Fächern deutlich besser ab als Schüler, die glauben, dass ihre Intelligenz fest bzw. limitiert ist. Glaubenssätze wie „Ich bin schlecht in Mathe“ haben bis ins Erwachsenenalter ihre Auswirkungen.

Wie du deine Entwicklungspotenziale erkennst

Charakteristik eines starren Mindsets Charakteristik eines Wachstums-Mindset
  • Glaubt, dass Intelligenz und Talent festgeschrieben sind
  • Glaubt, dass Intelligenz und Talent entwickelt werden können
  • Glaubt, dass Misserfolge einen Menschen definieren
  • Glaubt, dass Fehler und Scheitern zum Lernen dazu gehören
  • Versteckt und vertuscht Fehler und Unperfektheiten
  • Betrachtet Fehler als Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten
  • Vermeidet Herausforderungen
  • Liebt neue Herausforderungen
  • Ignoriert Feedback
  • Heißt Feedback willkommen
  • Fühlt sich von dem Erfolg anderer Leute bedroht
  • Fühl sich von dem Erfolg anderer Leute inspiriert

Übung für ein Wachstums-Mindset

Aufgabe: Denke an einen Moment zurück, der sich für dich wie Scheitern oder ein Misserfolg angefühlt hat.

Frage dich selbst:

  • Was waren meine Erwartungen in der Situation?
  • Waren meine Erwartungen diesbezüglich realistisch?
  • Was habe ich in der Situation richtig gemacht?
  • Was habe ich aus der Situation oder meinem Verhalten gelernt?
  • War es wirklich ein Misserfolg oder hat es mich nur darauf hingewiesen, dass ich noch etwas übersehen/nicht berücksichtigt/nicht zu Ende ausgearbeitet/nicht zum richtigen Zeitpunkt/nicht mit den richtigen Argumenten gearbeitet habe?
  • Was hätte ich anders machen können bzw. was würde ich jetzt anders machen in der Situation?

Und nun sage dir folgende Glaubenssätze:

  • Ich habe mein Bestes gegeben, und es ist ok, dass ich nicht mehr geben konnte.
  • Es ist in Ordnung, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich kann daraus lernen.
  • Ich habe so viel erreicht, auch wenn ich in dem Moment nicht erreicht habe, was ich mir erhofft habe.
  • Ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln. Dieser Moment wird vergehen. Er definiert mich nicht.

Finde heraus, was andere über dich denken

Wie bist du in deinem sozialen Kontext?

  • Gehst du vor Präsentationen alles haarklein in deinem Kopf durch und stirbst fast vor Nervosität und Anspannung? Oder bist du entspannt und freust dich über Anregungen aus der Gruppe?
  • Bist du angespannt, wenn du mit deinem Kind unterwegs bist aus Sorge, dass es sich daneben benimmt/kleckert/etwas Dummes tun könnte und es auf dich zurückfällt? Oder weißt du, dass du souverän mit den Situationen umgehen kannst?
  • Hältst du dich bei Freunden eher im Hintergrund und bist leise und zurückhaltend, aus Angst etwas Dummes zu sagen oder nicht gehört zu werden? Oder stehst du für deine Gedanken ein und genießt es, dass du von Freunden umgeben bist, die deine Anwesenheit genießen?

Was dich davon abhält, an dich selbst zu glauben, ist der Irrglaube, dass sonst niemand an dich glaubt.

Du wirst deine Gründe haben, warum du dich verhältst und fühlst wie du dich verhältst und fühlst.

Aber anstatt ins Grübeln zu verfallen, wie andere dich wohl wahrnehmen könnten und dein Verhalten schon im Vorfeld anzupassen, könntest du dir endlich Klarheit darüber verschaffen und viel über deine Fremdwahrnehmung lernen.

Übung: Finde heraus, wie andere dich wahrnehmen.

  1. Schreibe drei positive Wörter auf, mit denen du dich selbst beschreiben würdest.
  2. Anschließend bittest du 3-5 Personen, dich mit drei positiven Wörtern zu beschreiben.
  3. Schreibe dir auf, was dich überrascht hat und wie es sich für dich angefühlt hat, zu sehen, was andere über dich denken.

Vielleicht findest du auch Verbindungen und Gemeinsamkeiten der Beschreibungen, die andere für dich gefunden haben. Wenn z. B. ein Kollege dich als freundlich/hilfsbereit und ein Freund dich als tiefsinnig beschreibt, kannst du hier gerne nochmal nachhaken, wie das zu verstehen ist. Vielleicht verbirgt sich ein gemeinsamer Überbegriff wie „empathisch“ oder „verständnisvoll“ dahinter – was in deiner Welt konkreter sein kann als „freundlich“.

Stimmen deine Top 3 Beschreibungen mit denen der anderen überein?

An sich selbst glauben: Was ich über mich denke

Das Ziel dieser Übung ist, deine Vorstellungen von dir mit denen anderer abzugleichen und zu ersetzen oder zu ergänzen.

Wenn du ein konkretes Bild davon hast, wer du glaubst zu sein und wie andere dich wahrnehmen, lässt dich wieder viel mehr an dich und deine positiven Eigenschaften glauben.

Du bist der Durchschnitt der 5 Personen, mit denen du dich umgibst

Es gibt sicher Menschen in deinem Umfeld, deren Meinung dir sehr wichtig ist – weil sie authentisch leben, weil sie gute Taten vollbringen, weil sie Großes geleistet haben, weil sie dich inspirieren, etc.

Und darüber hinaus gibt es noch jede Menge andere Menschen, die zwar Teil deines Lebens sind, deren Meinung aber bei weitem nicht so viel zählt.

Konzentriere dich auf die erste Gruppe. Mach dir eine Liste mit den 3-5 Menschen, die dir wichtig sind. Deren Meinung darfst du dir auch gerne zu Herzen nehmen. Und die anderen? Die darfst du dir gerne anhören – oder auch nicht. Aber sie sollten dein Mindset keinesfalls beeinflussen. Die sollten abperlen wie Wasser auf Teflon.

Um an dich selbst zu glauben, musst du ignorieren, was toxische Menschen denken.

Du hast oft das Gefühl, dass bestimmte Familienmitglieder dich klein halten oder intrigieren? Mach deine Grenzen klar!
Manche Kollegen scheinen immer wieder deine Ideen oder Projekte zu torpedieren? Ignoriere ihre Kommentare oder Meinungen, wie du es besser machen könntest.

Hol dir dein Feedback von den 3-5 Menschen, die dich weiterbringen!

Auch wenn es nicht immer einfach ist. Der Wunsch, gemocht und anerkannt zu werden, ist normal und verständlich. Aber wenn andere Menschen dich klein halten wollen oder nur noch runterziehen, ist es Zeit, sich zu distanzieren.

Mach dir bewusst, dass ausgerechnet Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl ihre Stärke daraus ziehen, andere zu kritisieren. Am besten hast du schon eine passende Antwort parat, falls abschätzige oder deplatzierte Kommentare kommen. Gut konterst du mit diesem Satzteil: „Das ist eine interessante Perspektive.“ Und dann wechselst du am besten das Thema.

  • „Das ist eine interessante Perspektive. Am Wochenende soll das Wetter richtig toll werden. (Hast du irgendwelche Pläne?)“
  • „Das ist eine interessante Perspektive. Dein T-Shirt gefällt mir, die Farbe steht dir richtig gut.“
  • „Das ist eine interessante Perspektive. Hey, ich wollte dich fragen …“

Weitere Sätze, um auf unhöfliche Menschen zu reagieren:

  • „Danke, dass Sie Ihre Gedanken dazu geteilt haben, aber ich bin anderer Meinung.“
  • „Warum empfinden Sie so?“
  • „Ich schätze konstruktives Feedback, aber das war eine harte Einschätzung. Möchten Sie Ihr Feedback umformulieren?“
  • „Danke, dass Sie Ihre Gedanken dazu geteilt haben, aber ich werde meine eigene Entscheidung treffen.“
  • „Ich weiß, dass du dich Sorgen um mich machst, und ich schätze deine Sorge um meine Zukunft. Ich hoffe, du kannst mich immer noch unterstützen, auch wenn du mit meinen Entscheidungen nicht einverstanden bist.“

Sollte jemand aus deinem Umfeld jedoch immer wieder beleidigend und verletzend werden, musst du ihm jedoch Grenzen setzen.

Wie du zu deinen Bedürfnissen stehst und Grenzen setzt

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Lass dein Befürfnis nach Anerkennung und Zustimmung los

Nimmst du leicht Kritik und Urteile von anderen auf? Genau das verhindert leider, dass du an dich selbst glauben kannst.

Kritik von anderen bezieht sich nie wirklich auf dich. Ganz oft ist Kritik eine Projektion des Kritikers auf den zu Kritisierenden. Wenn dein Chef, Partner oder ein Familienmitglied gerne und oft kritisiert, liegt es wahrscheinlich daran, dass diese Person zutiefst unzufrieden mit sich selbst ist.

Ich kenne das von mir selbst: Wenn ich keinen guten Tag hatte, mag ich mich einfach zurückziehen und alleine sein. Zu groß ist die Gefahr, dass mich Kleinigkeiten bei anderen dann schnell auf die Palme bringen und ich das als Ventil für meine eigene Unzufriedenheit nutze.

Bei richtig miesen Tagen mag ich nur absolute Lieblingsmenschen um mich haben, die mir dann gut tun und wissen, was ich brauche.

Wie ist das bei dir? Suchst du oft Anerkennung und Bestätigung von anderen? Was genau suchst du darin? Was genau gibt dir dieses Gefühl? Und könntest du dir dieses Gefühl auch selbst geben? Was bräuchtest du, um dir dieses Gefühl selbst geben zu können?

Fange an, deine Selbstkritik durch Selbstmitgefühl zu ersetzen.

So machst du deine innere Stimme zu deinem Verbündeten

Wie kann man an sich glauben, wenn es sonst niemand tut?

Der erste Schritt, um an sich selbst zu glauben, wenn es sonst niemand tut, ist zu hinterfragen, ob es überhaupt wahr ist. Manchmal formt unser Alles-oder-Nichts-Denken unsere Wahrnehmung so, dass es scheint, als würde absolut niemand an uns glauben.

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns jemanden hat – ob nun ein Freund, Kollege, Lehrer, Familienmitglied – von dem er schonmal unterstützt wurde. Und meistens sind wir sehr überrascht, dass andere eine viel positivere Meinung von uns haben, als wir gedacht hätten.

Denn ganz viel passiert tatsächlich nur in deinem Kopf. Vor allem deine eigenen Gedanken 😉

Wenn du in deinem Job mehr Glauben an dich selbst benötigst, konzentriere dich auf deine Kernstärken und auf das, was du bisher schon erreicht hast. Ein Erfolgsjournal hilft dir dabei, bereits vergangene Erfolge zu dokumentieren und dir dadurch den Rücken und dein Selbstwertgefühl zu stärken.

Außerdem hast du hoffentlich auch Rückenwind von deinem Vorgesetzten und ermutigende Kollegen. Sollte es dennoch mal rappeln und jemand im Büro gibt dir das Gefühl, minderwertig zu sein, arbeite bitte daran, Grenzen zu setzen.

14 weitere Tipps, wie du dein Selbstwertgefühl stärken kannst

Was passiert, wenn du an dich selbst glaubst?

Wenn du an dich und deine Fähigkeiten glaubst, ändert sich alles.

Du wirst viel selbstbewusster und klarer werden, was wiederum auch andere bemerken. Sie werden anfangen dich so zu behandeln, wie du dich innerlich auch behandelst: Mit Respekt und Würde. Du wirst anfangen, Träume und Ziele zu haben, die du verwirklichen willst. Weil du dich innerlich nicht mehr klein machst und nach außen limitierst.

Kurz: Du wirst erreichen, was dich glücklich macht!

Daran erkennst du ein gutes Selbstwertgefühl

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