Kondition und Kraft 

Ashtanga Yoga

Alle Übungssequenzen sind in Ausführung und Reihenfolge fest vorgegeben. Jede Haltung wird fünf Atemzüge gehalten. Dieser Yoga-Stil gehört zu den ältesten aber auch herausforderndsten. 

„Ashtanga Yoga ist 99% Übung, 1% Theorie. Übe, übe und alles andere kommt.“
Sri K. Pattabhi Jois

Alles was du über Ashtanga Yoga wissen musst, findest du hier.

Was ist Ashtanga Yoga?

Kaum ein anderer Yoga-Stil macht es dem Praktizierenden so leicht, ins Handeln zu kommen wie Ashtanga Yoga. Alle Übungssequenzen sind nämlich in Ausführung und Reihenfolge fest vorgegeben und warten im Prinzip nur noch darauf, umgesetzt zu werden. Was leicht klingt, kann jedoch ganz schön schweißtreibend sein.

Ashtanga Yoga gehört zu den ältesten aber auch herausfordernsten Yoga-Stilen. Die schweißtreibenden Übungen sollen den Körper reinigen und die Energien harmonisieren. Im Fitness-Studio findest du diese Yoga-Art gelegentlich unter dem Namen Power-Yoga.

Da die Übungsabfolge aus einer festgelegten Reihenfolge besteht, die alle Körperteile nacheinander aktiviert und dehnt, kannst du dabei wunderbar abschalten und kommst ordentlich ins Schwitzen.

Das Wort Ashtanga setzt sich zusammen aus ashta (= Sanskrit für „Acht“) und anga (= Sanskrit für „Glieder“). Entsprechend sind es acht Glieder, die das Ashtanga-Yoga-System bilden.

  1. Yama = Verhältnis zur Umwelt bzw. anderen gegenüber
    Der Umgang mit unseren Mitmenschen hat im Yoga einen hohen Stellenwert.
  1. Niyama = Umgang mit sich selbst
    Die Art, wie wir uns selbst behandeln und mit uns selbst reden, ist ausschlaggebend für unsere Entwicklung.
  1. Asana = Körperübung
    Die Voraussetzung für Konzentration und Fokus ist eine stabile und bequeme Haltung.
  1. Pranayama = Kontrolle des Atems oder der Energie
    Über deinen Atem beruhigst du die Lebensenergie.
  1. Pratyahara = Zurückziehen der Sinne
    Die Aufmerksamkeit wird auf das Innere gerichtet.
  1. Dharana = Konzentration
    Schrittweise richtest du deinen Geist auf einen Punkt aus.
  1. Dhyana = Meditation
    Durch die Konzentration auf deine Atmung und deinen Körper beruhigst du deinen Geist.

8. Samadhi = Erleuchtung
Versenkung, die mit Erkenntnis verbunden ist.

Ashtanga Yoga ist somit weit mehr als die rein körperliche Praxis. Vielmehr kannst du darunter den Weg zur Erleuchtung verstehen.

Was sind die Vorteile von Ashtanga Yoga?

Was sind die Vorteile von Ashtanga Yoga?

Der dynamische und oft anstrengende Yoga-Stil beansprucht deinen gesamten Körper. Du kannst damit deine Durchblutung wunderbar anregen und deine inneren Organe aktivieren und stimulieren.

In deinem ganzen Körper werden dadurch Blockaden gelöst und Energien freigesetzt. Da Ashtanga Yoga Kontinuität und Disziplin voraussetzt, lernst du auch, bisherige Grenzen von Körper und Geist zu überwinden.

Wenn du die nötige Ausdauer, Geduld und Willenskraft mitbringst, wirst du mit Stärke, Flexibilität und innerer, emotionaler Ruhe belohnt.

Sobald du die einzelnen Sequenzen verinnerlicht hast, kannst du wunderbar deinen Kopf ausschalten und dich auf die exakte Ausführung konzentrieren. Und natürlich auf das, was du dabei empfindest.

Für wen ist Ashtanga Yoga geeignet?

Voraussetzung für Ashtanga sind die oben genannte Disziplin und Ausdauer. Du solltest klare Regeln und strukturierte Abläufe mögen. Sportlich ambitionierte Menschen mit guter Kondition, die mit Leib und Seele bei der Sache sind, finden im Ashtanga ihr Yoga-Glück.

Die immergleiche Übungsfolge erlaubt es außerdem schnell, selbständig zu üben. Wenn du Anfänger bist, solltest du dir die Sequenzen jedoch von einem erfahrenen Yogalehrer zeigen lassen. Nicht nur damit der Yogastil seine volle Wirkung entfalten kann, sondern auch damit du Haltungsfehler vermeidest.

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Kondition und Kraft durch einen strukturierten Ablauf

Was musst du noch über Ashtanga Yoga wissen?

Ashtanga Yoga lebt von einer festgelegten Übungssequenz, die jeder Yogi in seiner täglichen Praxis befolgt. Tatsächlich liegt die Magie von Ashtanga Yoga in der Wiederholung und der Selbstbeobachtung.

Oberflächlich betrachtet macht man bei diesem Yoga-Stil immer die gleichen Dinge. Doch diese scheinbar äußere Eintönigkeit erlaubt es erst, deinen persönlichen Fortschritt zu beobachten und dich tiefer mit dir selbst auseinanderzusetzen. So kannst du beobachten, wie du mit unterschiedlichen Gemütszuständen oder deinem Körperbefinden umgehst.

Manchmal wirst du überaus motiviert und mit viel Eifer an die Übungen herangehen. An anderen Tagen wird es dir schwer fallen, überhaupt deine Matte auszurollen. Genauso wie dir einige Übungen liegen werden, und andere eher nicht so. So lernst du, von Tag zu Tag deine Mitte zu finden und vielleicht auch anfangs weniger geliebte Übungen irgendwann lieben zu lernen.

Ashtanga Yoga besteht aus sechs Serien, von denen meist die erste gelehrt wird. Erst wenn eine Serie voll beherrscht wird, geht man weiter zur nächsten. Da die Serien jedoch alle sehr anspruchsvoll sind, kommen nur wenige Menschen überhaupt über die zweite Serie hinaus.

Für eine vollständige Praxis ist die erste Serie (Yoga Chikitsa) aber völlig ausreichend. Sie besteht aus einer geregelten Abfolge von Asanas: Auf eine Abfolge von Sonnengrüßen folgen 18 stehende Haltungen, 35 Asanas im Sitzen und eine Schluss-Sequenz mit 16 Asanas inklusive Savasana, der Schlussentspannung. Während der Abfolge gehen die einzelnen Haltungen fließend ineinander über wie beim Vinyasa-Yoga.

Finde den perfekten Einstieg in Ashtanga Yoga

Die Videos geben dir einen Einblick und du kannst sofort starten.

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