Yoga Zubehör: Faszien Rolle

Mit der Rolle deine Faszien stärken

Ein straffes Bindegewebe wünscht sich wohl jede Frau. Jedoch ist nicht jede genetisch mit den besten Voraussetzungen gesegnet. 

Ein bisschen kannst du jedoch nachhelfen. Eine Faszienrolle wird deine tiefen Gewebsschichten massieren und auflockern. Und wenn es nicht für die Straffheit ist, dann definitiv für die Entspannung.

Yoga Zubhör: Die Faszienrolle für dein Bindegewebe

Was hat es mit den Faszien auf sich?

Was sind Faszien?

Der Begriff Faszien leitet sich vom Lateinischen „fascia“ für „Band“ oder „Bandage“ ab und bezeichnet das Bindegewebe in deinem Körper.

Wo sind überall Faszien?

Faszien befinden sich überall im Körper: Zum einen in der Haut (Hallo Cellulite!), aber auch in den Knorpeln, den Knochen, den Gelenken, den Sehnen, den Muskeln und den Organen. Sogar im Gehirn und im Rückenmark.

Du musst sie dir als Klebstoff oder Schmiermittel zwischen den Muskeln und Organen vorstellen. Sie umhüllen alles wie ein feinmaschiges Netz.

So werden nicht nur ganze Muskelstränge sondern jede einzelne Muskelzelle in ein fasziales Netzt verpackt. Ohne Faszien würde nichts mehr an seinem Platz bleiben.

Vom Kopf bis zu den Zehen trennen Faszien die Organe voneinander ab und halten deinen Körper gleichzeitig zusammen.

Yoga Zubehör: Das Bindegewebe ist sehr dankbar und empfänglich für Massagen mit der Faszienrolle.

Foto: iStock.com/Khosrork

Wie merkt man verklebte Faszien?

Je elastischer deine Faszien sind, desto besser wirst du dich körperlich wahrnehmen. Desto beweglicher und leistungsfähiger ist dein Körper.

Leider können Faszien verkürzen, verkleben und verhärten. Dann bist du weniger beweglich und fühlst dich steif. Am ehesten merkst du verklebte Faszien durch Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen.

Wodurch verkleben die Faszien?

#1 Mangel an Bewegung

Je beweglicher du bist, desto besser wird dein Bindegewebe sein. Achte auch darauf, möglichst vielseitige und unterschiedliche Bewegungen zu machen. Einseitige Bewegungen sind ebenfalls nicht förderlich (Stichwort: Tennisarm).

#2 Falsche Belastung

Ständiges Sitzen oder einseitige Bewegungen sind pures Gift für dein Bindegewebe. Wenn du bereits Schmerzen hast, wirst du vermutlich eine Schonhaltung einnehmen. Die wiederum wird zu weiteren Fehlhaltungen führen. Dadurch entstehen neue Einschränkungen und weitere Schmerzen.

#3 Stress

Bei Stress verkrampfst du. Du wirst Stress auch immer in deiner Rücken-, Nacken- oder Schulterpartie merken. Da melden sich deine Faszien und erinnern dich daran, Entspannungsübungen zu machen.

#4 Schlafmangel

Dein Körper benötigt Schlaf, um sich regenerieren zu können. Wenn du dauerhaft wenig Schlaf hast, wird sich dein Körper melden, versprochen.

Was tun bei verklebten Faszien?

Verklebte Faszien müssen nicht sein. Glücklicherweise sind Faszien sehr anpassungsfähig und du kannst einen Schaden auch wieder rückgängig machen. Sie lassen sich trainieren wie ein Muskel, wobei du hier langfristig denken solltest und deine Übungen regelmäßig durchführst. So wird es dir gelingen, deine Beschwerden im Rücken zu kurieren und deine Probleme im Knie oder Spannungskopfschmerzen loszuwerden.

Das Bindegewebe ist sehr dankbar und empfänglich für Massagen. Ein Physiotherapeut kann bei einer Faszienmassage tief in die Strukturen des Bindegewebes gehen. So kann er gezielt Verspannungen finden und Verhärtungen lösen.

Jetzt kannst du deine Zeit und dein Geld dafür aufwenden, regelmäßig zur Massage zu gehen. Oder du besorgst dir Hilfsmittel, um diese Art der Massage selbst bei dir anwenden zu können.

Yoga Übungen sind auch immer Arbeit mit den Faszien. Auch wenn sie ein absoluter Quereinsteiger im Yoga ist, weil es sie im traditionellen Sinne nicht gab, gehört die Faszienrolle mittlerweile zum Yoga Zubehör.

Du kannst dich auf die Rolle legen und mit dem Gewicht deines Körpers arbeiten. Dabei entscheidest du, an welchen Körperpartien die Rolle zum Einsatz kommt.

Anfangs kann das äußerst schmerzhaft sein. Aber mit der oben erwähnten Regelmäßigkeit werden sich deine Verspannungen mit jedem Mal weiter lösen.

Welche Varianten der Faszienrolle gibt es?

#1 Die Form

Eine Faszienrolle sieht wie ein Stück vom Baumstamm aus, der mit Kunststoff überzogen ist. Mittlerweile gibt es verschiedenste Formen und Größen je nach Einsatzbereich. Manche Hersteller bieten sogar Sets an, um verschiedenste Körperregionen zu bearbeiten.

#2 Die Oberfläche

Ganz viele Rollen haben eine glatte Oberfläche. Glatt heißt aber nicht, dass sie nicht weniger schmerzhaft sein können. Andere wiederum haben Noppen oder Rillen oder abgerundete Spitzen, um den Effekt der Massage noch zu verstärken.

#3 Die Härte

Auch bei der Härte gibt es Varianten. Es gibt weiche, mittlere und harte Rollen. Einsteigern würde ich immer eine weiche Rolle empfehlen, weil sie noch etwas nachgibt, wenn du dich mit deinem Gewicht drauflegst. Sportler und Fortgeschrittene werden irgendwann zu den härteren Modellen greifen.

#4 Der Name

Neben Faszien Rolle gibt es noch weitere Bezeichnungen: Yoga-, Pilates-, Massage- oder Fitness Rolle. Aber auch unter Faszien- oder Massage Ball sind sie bekannt oder englisch Foam Roller. Egal wie sie heißen, sie alle bewirken eine intensive Selbstmassage.

Welche Faszienrolle passt zu dir?

Jetzt weißt du, dass sich Faszienrollen in Form, Größe, Material und Härtegrad unterscheiden. Insbesondere der Härtegrad ist für die Faszienmassage und das Lösen der Verspannungen ausschlaggebend.

Im Prinzip kannst du Faszienrollen bzw. Faszienbälle an jeder Muskelpartie anwenden – egal ob Nacken und Schultern, Rücken, Oberschenkel oder Fußballen.

Arten von Faszienrollen und deren Einsatz

Diese Arten von Faszienrollen gibt es und so setzt du sie am besten ein.

#1 Klassische Faszienrolle (glatte Oberfläche)

Die klassische Faszienrolle ist zylinderförmig, bis zu 45 cm lang und hat eine glatte Oberfläche. Wenn du Einsteiger bist, nimm lieber eine weichere Rolle.

Härtere Rollen stimulieren die Faszien intensiver und sind daher eher für Menschen, die in der Faszienmassage bereits geübt sind.

#2 Triggerpoint-Faszienrolle (strukturierte Oberfläche)

Diese Faszienrollen haben eine strukturierte Oberfläche: Es gibt sie mit Noppen, Rillen oder auch abgerundeten Spitzen.

Die Struktur massiert die Faszien intensiver regt die Durchblutung besser an. Dadurch löst du Verspannungen besser und stärkst dein Bindegewebe.

Die Faszienmassage mit der Triggerpoint-Rolle ist wegen der hohen Intensität allerdings nur für Geübte und Erfahrene zu empfehlen.

#3 Faszienbälle

Faszienbälle gibt es ebenfalls in verschiedenen Größen, Härtegraden, mit oder ohne Noppen oder auch als Duobälle. Mit ihnen kannst du wunderbar punktuell massieren.

Vor allem Körperstellen wie Waden oder Fußballen kannst du mit Faszienbällen auflockern. Auch genial für zwischendurch im Büro oder HomeOffice.

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